Wo der Nachweis verloren geht
Servicepakete decken die Inspektionen beim Fachhändler ab, und eine versäumte Inspektion kann je nach Vertrag Ansprüche aus Service- oder Garantiepaketen gefährden. Die Rechnung geht an den Leasinggeber. Bei dir bleibt höchstens ein Stapel Werkstattbelege, falls du sie aufgehoben hast.
Wann der Nachweis gebraucht wird
- Bei der Rückgabe am Laufzeitende wird der Zustand des Rades bewertet. Wer die Inspektionen und die rechtzeitig gewechselten Verschleißteile belegen kann, muss über „übermäßigen Verschleiß“ nicht diskutieren.
- Die meisten Leasingnehmer kaufen das Rad am Ende selbst. Beim späteren Weiterverkauf ist eine durchgehend geführte Historie ab Kilometer null dann bares Geld wert.
- Im Schadensfall fragen Versicherungs- und Verschleißpakete im Zweifel, ob das Rad ordnungsgemäß gewartet war. Wer den Nachweis hat, muss sich nicht auf seine Erinnerung verlassen.
Was ins Heft gehört
- Die Inspektionen
Datum, Händler und Kilometerstand, dazu das Belegfoto. Die Rechnung bekommt der Leasinggeber, das Foto bleibt auf deinem Gerät.
- Teilewechsel dazwischen
Kette, Beläge, Reifen, auch was du selbst machst oder selbst bezahlst.
- Die Laufleistung
Automatisiert aus Apple Health oder Strava. Auf sie beziehen sich alle anderen Angaben.
- Beim E-Bike: Motor und Akku
Software-Updates und Akku-Checks als Wartungseintrag, den Ladezustand bei längeren Standzeiten als Notiz dazu. Motor und Akku machen den größeren Teil des Radwerts aus.
So sieht das mit BikeTally aus
BikeTally führt das Scheckheft nebenbei. Die Kilometer laufen automatisiert auf, Werkstattrechnungen werden abfotografiert und ausgelesen, und die erkannten Angaben legt die App vor der Übernahme zur Bestätigung vor. Was eingetragen ist, steht mit Datum und Kilometerstand in der Historie.
Fahrten aus Strava zählt die App nur mit, wenn ihnen dort eine Ausrüstung zugeordnet ist.
Zur Rückgabe oder Übernahme gibst du das Scheckheft als Link frei, lesbar ohne App und ohne Anmeldung: Rad mit Modell und Rahmengröße, verbaute Komponenten mit ihrer Laufleistung, Wartungen mit Datum und Kilometerstand. Der Block mit den anstehenden Intervallen ist zunächst aus und lässt sich für die Freigabe einschalten. Kosten und ausgebaute Teile stehen im PDF für die Unterlagen.
Die Freigabe lässt sich zurücknehmen, die geteilte Seite kann danach aber noch bis zu fünf Minuten aus dem Zwischenspeicher beantwortet werden. Ein veröffentlichtes Scheckheft endet nach der Laufzeit, die beim Teilen gewählt wurde, zwischen 7 und 180 Tagen, und lässt sich in der App verlängern.
Nach der Übernahme läuft dieselbe Historie einfach weiter. Was sie beim Weiterverkauf wert ist, steht unter Fahrrad verkaufen: Mit Scheckheft mehr erzielen.
Der richtige Zeitpunkt
Am besten am Tag der Übernahme, sonst heute. Auch eine Historie, die mitten in der Laufzeit beginnt, deckt bei der Rückgabe die letzten Jahre ab. Ältere Werkstattbelege lassen sich per Foto nachtragen, die Eckdaten stehen auf den Rechnungen. Welche Angaben in ein Heft gehören, steht im Ratgeber Digitales Fahrrad-Scheckheft.
Häufige Fragen
Bekomme ich vom Leasinggeber einen Wartungsnachweis?
In der Regel nicht. Die Inspektion wird zwischen Händler und Leasinggeber abgerechnet, und beim Leasingnehmer bleibt höchstens ein Stapel Werkstattbelege, falls er sie aufgehoben hat.
Warum dokumentieren, wenn das Rad ohnehin zurückgeht?
Weil am Laufzeitende der Zustand des Rades bewertet wird. Wer belegen kann, dass die Inspektionen zu ihrem Termin gemacht und Verschleißteile rechtzeitig gewechselt wurden, muss über „übermäßigen Verschleiß“ nicht diskutieren.
Ist es zu spät, mitten in der Laufzeit anzufangen?
Nein. Auch eine Historie, die mitten in der Laufzeit beginnt, deckt bei der Rückgabe die letzten Jahre ab. Ältere Werkstattbelege lassen sich per Foto nachtragen, die Eckdaten stehen auf den Rechnungen.
Was wird aus der Historie, wenn ich das Rad übernehme?
Sie läuft weiter. Beim späteren Weiterverkauf ist eine durchgehend geführte Historie ab Kilometer null bares Geld wert.